Cellulite Behandlung

 

In der letzten Woche haben Sie schon eine Menge Informationen zu den Optionen, die Sie zur
Bekämpfung von Cellulite haben, erfahren. Auch wissen wir bereits, was Cellulite überhaupt ist,
wer eher geneigt ist, die unschöne Orangenhaut zu bekommen und wie eben diese entsteht.
Nun soll es darum gehen, wie man die Dellen in der Haut behandeln kann, wenn die Cellulite
schon so weit fortgeschritten ist, dass die im letzten Blogbeitrag angeführten
Bekämpfungsoptionen der individuellen Vorstellungen nicht mehr Rechnung tragen können. Vorab
unterscheidet man zwischen invasiven und nicht-invasiven Methoden.

Frau mit Laser Behandlung
Invasiv bedeutet „eindringend“, folglich schließt sich daraus, dass dies Methoden sind, bei
welchem in den Körper der betroffen Person eingedrungen wird, um die Cellulite zu behandeln. Im
Umkehrschluss wird natürlich deutlich, dass nicht-invasive Methoden von außerhalb des Körpers
angewendet werden und somit für die meisten Menschen vorerst eher in Betracht kommen.
Aus diesem Grund behandeln wir in diesem Blogbeitrag die nicht-invasiven
Behandlungsmöglichkeiten von Cellulite.

Lymphdrainage


Beginnen möchten wir mit der sogenannten Lymphdrainage. Hierbei handelt es sich um eine
spezielle Massagetechnik, die das Ziel verfolgt, Wassereinlagerungen per Streichbewegungen in
Richtung der Lymphknoten zu schieben, sodass diese auf diese Weise abtransportiert werden
können. Daraus resultiert ein leichter Glättungseffekt der Haut und das Bild der Cellulite bei
Frauen die unter stärkeren Wassereinlagerungen leiden, wird vermindert. Das Problem an einer
Lymphdrainage ist, dass diese Methode keinerlei Einfluss auf die Fettzellen hat und somit auch
keinen nachhaltigen Mehrwert bietet. In der Regel ist es so, dass sich die Wassereinlagerungen in
dem Gewebe erneut schnell zurückbilden, sodass eine regelmäßige Wiederholung der
Behandlung von Nöten ist.


Vor- und Nachteile einer Lymphdrainage


Der Vorteil einer Lymphdrainage ist der, dass es sich um eine Methode handelt, bei welcher
keinerlei Einflüsse innerhalb des Körpers treten, als die Massagetechniken, welche an den Körper
treten.

Der Nachteil liegt darin, dass die Lymphdrainage Wasser mobilisiert. Dadurch werden
weitere Organe wie das Herz und die Nieren belastet, denn das Herz muss vermehrt Pumparbeit
leisten und die Nieren sind dafür zuständig, das Wasser auszuscheiden. Folglich sollten
Menschen, die auf diese Behandlungsmöglichkeit zurückgreifen keinerlei Schäden innerhalb
dieser Organe aufweisen. Sollte das Herz oder die Nieren krank und nicht vollkommen
funktionsfähig sein, ist die Bewältigung der Aufgabe nicht bis schwer möglich. Auch sollte bei
Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder eben Leber- und Nierenschwäche auf eine
Lymphdrainage verzichtet werden.

Kryolipolyse


Als nächstes wird eine Behandlungsmethode angeführt, die sich die Eigenschaften von Kälte auf
unsere menschlichen Zellen zur Nutze macht. Kälte ist schädlich für sämtliche Zellen, die sich in
unserem schön warmen Körper befinden. Werden eben diese enorm zügig und enorm stark auf
ca. -11 Grad abgekühlt, so werden die Zellen so stark beschädigt, dass eine Entzündungsreaktion
die Folge ist. Durch eben diese leitet der Körper den Abtransport der dort ansässigen Fettzellen
aus dem Gewebe ein. Auch hierbei ist in der Regel eine Wiederholung der Behandlung notwendig.
Diese muss jedoch anders als die Lymphdrainage nicht derart oft wiederholt werden. In manchen
Fällen sind zwei bis drei Behandlungen notwendig, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Der Behandlungsablauf der Kryolipolyse


Bei dieser Methode wird ein Applikator auf die zuvor ausgewählte Behandlungsstelle gesetzt.
Dieser saugt das sich dort befindenden Fettgewebe in einer kleinen Mulde an. Nun entsteht ein
Vakuum, bei welchem das Fettgewebe bis zu auf die oben angeführten minus elf Grad Celsius
abgekühlt wird. Natürlich darf es zu keiner wirklichen Einfrierung der Haut kommen. Daher wird
zwischen den Applikator und der menschlichen Haut ein Schutzfilm eingebracht. Nun schmilzt
das Fett für 60 Minuten dahin.


Chancen und Risiken der Kryolipolyse


Die Chance der Kryolipolyse liegt auf der Hand. Für eine Kryolipolyse ist kein invasiver Eingriff
notwendig, wie beispielsweise bei der Liposuktion, dem sogenannten Fettabsaugen, mit welchem
wir uns in unserem nächsten Blogbeitrag befassen.


Dennoch müssen wir mitteilen, dass es bis dato noch recht wenig wissenschaftliche Belege über
die Nachwirkungen der Kryolipolyse gibt. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass die
Methode nicht allein Auswirkungen auf das Fettgewebe hat, sondern ebenfalls auch auf die
umliegenden Strukturen der Unterhaut sowie das Immunsystem Einfluss nimmt. Auch muss
bedacht werden, dass oftmals Schmerzen während der Behandlung entstehen und ein
Taubheitsgefühl für mehrere Wochen anhalten kann. Darüber hinaus finden sich nach der
Behandlung meist Hämatome an der behandelten Stelle.

Endermologie


Bei der Endermologie handelt es sich um eine Tiefenmassage, bei welcher der Lympfluss
angeregt wird. Dafür wird mit einem sogenannten LPG Gerät die Haut an der Oberfläche
stimuliert. Durch eben diese Stimulierung von Adipozyten wird eine lokale Lipolyse, also ein
lokaler Fettabbau bewirkt. Im selben Zuge wird die Durchblutung und Lymphzirkulation angeregt.


Der Behandlungsablauf der Endermologie


Mit dem LPG Gerät, welches über einen speziellen Massagekopf verfügt, wird die Haut in einem
Vakuum angezogen und zeitgleich durch zwei Massagerollen massiert. Die Dauer einer Sitzung
beträgt ca. 35 bis 50 Minuten und gestaltete sich in der Regel eher weniger schmerzhaft. Unter
Umständen kann es nach der Behandlung zu kleineren Hämatomen und geringen Schmerzen
kommen.


Chancen und Risiken der Endermologie


Auch mit dieser Methode bietet sich wieder die Chance, etwas gegen seine Cellulite zu tun, ohne
auf eine invasive Methode zurückgreifen zu müssen. Dennoch wird die Behandlung bei
Schwangerschaft, bei Entzündungen, bei Infektionen, bei Herz- und Kreislauferkrankungen sowie
bei Krebserkrankungen nicht durchgeführt.

Kavitation


Bei der Kavitation handelt es sich um eine Ultraschallbehandlung. Dabei werden die gegebenen
Problemzonen mittels niedrig oder hochfrequenten Ultraschallwellen behandelt. Durch die
Schallwellen werden leere Mikrobläschen in der Flüssigkeit, die im inneren des Fettgewebes liegt,
erzeugt. Durch das mehrfache Beschallen der Problemzonen wird eine Ansammlung von eben
diesen Mikrobläschen bewirkt, welche dann implodieren und kollabieren. Das bedeutet, dass die
Fettzellen zerstört und über das Lymphsystem abtransportiert werden. Somit werden Fettzellen
gezielt zerstört. Dies trägt zu einer strafferen Hautoberfläche bei.

Frau mit Ultraschall Dioden
Der Behandlungsablauf der Kavitation


Auch hierbei wird erneut ein Vakuum erzeugt. Der Behandlungskopf wird auf die betroffene Stelle
gesetzt und das Gewebe wird eingesaugt und sämtliche darunter liegende Strukturen stimuliert.

Chancen und Risiken der Kavitation


In der Regel gibt es bei der Behandlung weniger Risiken und Nebenwirkungen. Sie ist vollkommen
Schmerzfrei. Nach der Behandlung kann es lediglich zu leichten Schwellungen und Rötungen
aber auch zu einem leichten Taubheitsgefühl kommen. Die Chance liegt erneut darin, dass bei
dieser Methode nicht in den Körper eingegriffen wird. Eine Behandlung ist dann ausgeschlossen,
wenn der oder die zu Behandelnde einen Herzschrittmacher trägt oder sich in der
Schwangerschaft befindet. Eine lokale Entzündung, Wunden oder Hautkrankheiten,
Gefäßverletzungen, Venenentzündungen, Thrombosen, ein schwaches Lymphsystem, ein
schwacher Stoffwechsel sowie starkes Übergewicht stellen ebenfalls Ausschlusskriterien dar.


Auch gibt es beispielsweise noch die mehr oder weniger neue i-lipo-Laser Methode, welcher wir
zeitnahe einen eigenen Blogbeitrag widmen.


Im nächsten Blogbeitrag werden wir uns jedoch vorerst mit den invasiven
Behandlungsmöglichkeiten von Cellulite befassen.


Weitere Blogbeiträge:

Cellulite-Ratgeber Sidebar

© 2020 cellulite-ratgeber.de